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Geheime Codes im Management: Diese 8 Fehler solltest du vermeiden
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Mann in denkender Pose

Geheime Codes im Management: Diese 8 Fehler solltest du vermeiden

Geheime Codes kennen und Fehler vermeiden

Wer neu in der Führungsetage ist, wird feststellen, dass die Gepflogenheiten dort oft undurchsichtig sind. Dort unterliegt der Umgang miteinander vielfach geheimen Codes. Das macht es für manche Newcomer schwer, sich zurechtzufinden. Am Anfang fühlt es sich vermutlich an, als würdest du in eine völlig neue Welt eintreten.

Die folgenden Fehler geschehen häufig aus Unkenntnis der geheimen Codes, die sich erst nach und nach entschlüsseln. Beachtest du aber ein paar einfache Regeln, bist du auf der sicheren Seite.

Fehler 1: Auf vertraute Werte setzen

Im Management gelten andere Gesetzmäßigkeiten und Regeln als in den unteren Etagen des Business. Darum kannst du nicht auf vertraute Werte und Erwartungen setzen. Politik spielt hier eine viel wichtigere Rolle als zuvor. Lass dich auf diese Metamorphose vom rein leistungsorientierten Mitarbeiter zur strategisch denkenden und politisch taktierenden Führungskraft ein.

Fehler 2: Auf Augenhöhe mit dem Vorgesetzten sprechen

Das ist in Führungskreisen oftmals keine gute Idee und wird von Top-Managern sogar als mangelnde Wertschätzung empfunden. Für sie kommt das einer Missachtung der Hierarchie gleich. Respektiere darum unbedingt den höheren Rang deines Gegenübers. Achte im Gespräch darum auf eine gerade Körperhaltung und deine Ausdrucksweise.

Fehler 3: Feedback geben

Offenes und direktes Feedback ist in der Regel gern gesehen, doch in der Top-Etage solltest du dich damit zurückhalten. Die Gefahr besteht, dass es als undiszipliniert gewertet wird, statt als konstruktiv. Formuliere dein Feedback daher besser als Wunsch.

Fehler 4: Fachlich argumentieren

So überraschend es klingt: Auf Zahlen, Daten und Fakten zu setzen ist in der Führungsebene nicht immer ratsam. Hier zählt vor allem deine emotionale Überzeugungskraft. Bevor du also fachlich argumentierst, beachte die Interessen, Bedürfnisse und Motive deines Gegenübers. Formuliere also zuerst das Anliegen deines Gesprächspartners und argumentiere dann sachlich.

Fehler 5: Die eigene Person über die Rollenerwartung stellen

Im Management kommt die Rolle zuerst, dann die (private) Person. Es wird also erwartet, dass du dich an den Verhaltenskodex hältst, der mit deiner Rollenerwartung einhergeht.

Fehler 6: Keine Kritik als Zustimmung werten

Auf Management-Niveau ist es unüblich, jemanden offen zu kritisieren. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass deine Arbeit zur Zufriedenheit deines Vorgesetzten ist, nur weil keine Kritik kommt. Achte darum auf Signale, die auf Kritik hinweisen könnten, und seien sie noch so schwach. Behalte das Umfeld desjenigen im Blick, von dem du wissen möchtest, wie es um deine Person steht. Reflektiere außerdem, ob du vielleicht gegen eine Regel verstoßen hast, und betrachte Situationen nach gewisser Zeit nochmal mit etwas Abstand.

Fehler 7: Top-Manager beim Wort nehmen

Während du im mittleren Management üblicherweise davon ausgehen kannst, dass das Gesagte auch so gemeint ist, gibt es im Top-Management zwei Kommunikationsebenen: Die ehrlich gemeinte Aussage und die Aussage mit einer doppelten Botschaft.

Je weiter oben dein Gesprächspartner also in der Hierarchie steht, desto weniger solltest du blind dem Gesagten vertrauen, sondern mit einer Botschaft zwischen den Zeilen rechnen. Achte auf Zusammenhänge (wann oder nach welcher Situation wurde ich angesprochen?) und auf das Umfeld, schule deine Beobachterfähigkeit.

Fehler 8: Nicht auf die Unternehmenskultur achten

Jedes Unternehmen pflegt einen anderen Umgang in der Top-Etage, darum ist es wichtig, dass du die Gepflogenheiten analysierst. Bedenke dabei, dass das traditionelle Top-Management in Unternehmen immer mehr von einem moderneren Führungsstil abgelöst wird, bei dem z.B. Feedback ausdrücklich erwünscht ist. Darum orientiere dich an der Unternehmenskultur und prüfe sorgfältig, welche geheimen Codes in deinem Unternehmen gelten.